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Rollenbock, Seilrolle, Umlenkrolle


Seilrolle mit Gleitlagerung
Typ WZ10 - WZ16

Wartungsfreie Ausführung für Hand- und Kraftbetrieb.
Seilrollen-Ø gleich 21 bis 40 mal Seil-Ø
Werkstoff: Grauguß GG 20.

Seilrolle mit Rillenkugellagerung
Typ WZ11K - WZ16K

Wartungsfreie Ausführung für Kraftbetrieb
Lagerung der Seilrollen Typ WZ11K - WZ16K mit Rillenkugellager (Toleranz normal nach DIN 620) und Dichtscheiben.
Rollenwerkstoff: Grauguß GG 20.

Rollenbock mit Gleit- o. Wälzlager
Typ RB

Der Drahtseilrollenbock RB ist mit Gleitlagerung ausgerüstet und für den Einsatz von Handwinden ausgelegt. Der Bock ist eine Schweißkonstruktion aus Stahlblech, lackiert. Auch mit Wälzlager lieferbar.

Drahtseilrollenbock ohne Lagerung
Typ WZ100a1 - WZ100a4

Der Rollenbock in einfacher, preiswerter Ausführung, ist nur in Kombination mit Handwinden bestimmt. Der Rollenbock ist aus Grauguß GG 20. Die Lagerung der Seilrolle erfolgt ohne Lagerbuchse.

Rollenbock mit Gleitlagerung
Typ WZ20 - WZ26

Der Lagerbock ist so ausgebildet, daß bei Seilführung zwischen Rolle und Bock ein Ausspringen oder Einklemmen des Drahtseiles bei Schlaffseilbildung nicht möglich ist.

Rollenbock mit Rillenkugellagerung
Typ WZ21K - WZ26K

Wartungsfreie Ausführung für Hand- und Kraftbetrieb.
Außenmaße wie beim WZ21-26 aber hier mit kugelgelagerter Seilrolle.

Drahtseilrollenbock
Typ DSRB S

Der Rollenbock für den Hand- und Kraftbetrieb ist serienmäßig ausgestattet mit fettgefüllten, geschlossenen Kugellagern. Die drei Bolzen am Seilrollenumfang verhindern ein Abspringen des Seils bei Schlaffseil.

Drahtseilrollenbock
Typ 108/99

Der Seilrollenbock gewährleistet ein freies Auflegen und Ablenken des Seils in alle Richtungen.

Doppelseilrollenbock
Typ WZ51 - WZ54

Seilrollenausführung wie WZ11 - WZ14, Rollenbock aus Stahl geschweißt

Schwenkbarer Seilrollenbock
Typ WZ31 - WZ34

Seilrolle: Rollen-Ø = 21 - 40 mal Seil-Ø
Lagerung: Seilrolle und Bock wartungsfreie Selbstschmierlager
Werkstoff: Seilrolle GG 20, Befestigungsplatte und Rollenhalter aus Stahl


Hinweise zum Rollenbock:

Die Seilrolle und der Rollenbock unterliegen den Bestimmungen der DIN EN 15020.

Prüfung

Der Rollenbock ist mindestens einmal jährlich und bei jedem Auflegen eines neuen Drahtseiles, zu überprüfen. Dabei ist zu überprüfen ob sich die Seilrolle im Rollenbock leichtgängig drehen lässt und ob die Lagerstellen überholt werden müssen. Eine schwergängige oder festsitzende Seilrolle im Rollenbock führt zu einem erhöhten Verschleiß des Seilrillenprofils und Abrieb des Drahtseils, festsitzende Ausgleichsrollen 1) zu ungleicher Belastung der Seilstränge. Außerdem ist zu prüfen ob der Rillenhalbmesser noch dem Seil-Nenndurchmesser entspricht.

Ablaufsicherung

Für den Rollenbock setzt die DIN 15 020 Blatt 1 beim Umlenken von Lastseilen eine Ablaufsicherung voraus. Diese soll sicherstellen, dass das auf- und ablaufende Drahtseil auch bei Schlaffseil nicht von der Seilrolle seitlich ablaufen kann. Für den Rollenbock bzw. die Seilrolle wird empfohlen, dass der Abstand zwischen dem Seilrollen-Außendurchmesser und dem um sie herumgreifenden Bügel nicht größer ist als 1/3 des Seildurchmessers oder 10 mm, wobei jeweils der kleinere Wert maßgebend ist.

Die Ablenkung des Drahtseils

Die seitliche Ablenkung des Drahtseils aus der Rillenebene vermindert die Aufliegezeit des Drahtseils und ist daher möglichst klein zu halten. Bei mittig abgehendem Seil von der Trommel, beispielsweise bei halbvoller Trommel beträgt der Ablenkwinkel des Seils auf dem Rollenbock exakt 0°. Bei voller oder leerer Trommel hätte der Winkel sein Maximum. Der maximal zulässige Ablenkwinkel auf Seiltrommeln und dem Rollenbock wird allgemein auf 4° limitiert, für drehungsarme und drehungsfreie Drahtseile sogar auf 1,5° (DIN 15020) oder 2° (Neufassung der ISO 4308). Konstrukteure und auch Betreiber von Seiltrieben sind gut beraten, wenn sie sich an diese Beschränkungen halten.

Rollenbock
Der Abstand zwischen Seiltrommel und Rollenbock sollte so ausgeführt werden, daß ein maximaler Ablenkwinkel α für die verwendete Seilart nicht überschritten wird:
  • Standardseil - Ablenkwinkel < 3°
    (Mindestabstand = Trommelbreite x 10)

  • Spezialseil - Ablenkungwinkel < 1,5°
    (Mindestabstand = Trommelbreite x 20)



Die Verdrehung eines Seiles durch die Trommel

Die Seilablenkung auf der Trommel und auf dem Rollenbock führt, zu einem Hineinrollen des Seils in den Rillengrund und damit zu einer kontinuierlichen Verdrehung des Seils. Um diese Verdrehung so klein wie möglich zu halten, und um nicht etwa noch das Aufdrehbestreben des Seils zu unterstützen, gilt die Regel: Eine linksgeschnittene Trommel muß mit einem rechtsgängigen Seil arbeiten, eine rechtsgeschnittene Trommel mit einem linksgängigen Seil.

Einflüsse auf die Aufliegezeiten des Seils

Ein größerer Durchmesser der Seiltrommel, der Seilrolle im Rollenbock und der Ausgleichsrolle verlängert die Aufliegezeit des Drahtseils.
Die Aufliegezeit steigt auch dann, wenn der Nenndurchmesser d des verwendeten Seils präzise auf den Rillenhalbmesser r der Umlenkrolle im Rollenbock angepasst ist. Empfohlen wird als Mindestwert: r = 0,525 x d

Spreizwinkel

Der Spreizwinkel hat Einfluss auf die Tragkraft vom Rollenbock. Je kleiner der Spreizwinkel des auf dem Rollenbock aufliegenden Seils, desto mehr nimmt die Belastung auf den Rollenbock zu.

Der Spreizwinkel des umgelenkten Seils
beeinflusst die Belastung der Umlenkrolle
entscheidend. Daraus ergibt sich die
erlaubte Windenzugkraft wie folgt:
Spreizwinkel Windenzugkraft

0,5 x zul. Zugkraft

90°

0,7 x zul. Zugkraft

120°
1,0 x zul. Zugkraft


Ausgleichrollen

Ausgleichrollen sind solche Seilrollen, über die das Drahtseil während des Betriebes im Allgemeinen mit keiner größeren Strecke als dem dreifachen seines Durchmessers läuft.


Die Normung der Umlenkrolle

Durch die Normung der Umlenkrolle soll die Voraussetzung für die Vereinheitlichung, zwecks Sortenminderung, erreicht werden.
  • Die Umlenkrolle unterliegt den Bestimmungen der DIN EN 15020. Hier werden Kriterien für Wartung und Einbau erläutert.
  • Das Rillenprofil bestimmt die DIN 15 061. Tabellarisch wird zu jedem Seildurchmesser d1 ein Rillenradius r1, die Bordscheibenhöhe h und Bordscheibenbreite m vorgegeben (siehe Abbildung).
  • Die DIN 15 062 Teil 1 grenzt die äußeren Maße der Umlenkrolle in Abhängigkeit von Seil-Nenndurchmesser und Achsdurchmesser ein.
  • Für die Austauschbarkeit der Umlenkrollen sorgt die DIN 15 062 Teil 2. In ihr werden die Maße für die Narbe und Lagerung festgelegt.
Die Normung vereinheitlicht somit die Hauptmaße der Umlenkrollen und der der Anschlusskonstruktionen.
Umlenkrolle Profil