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Traversen



Anschlagen mit Traversen


Die Neigungswinkel von zwei StrĂ€ngen eines Anschlaggeschirrs dĂŒrfen 60° nicht ĂŒberschreiten. Bei Überschreitung dieses Winkels wird die Belastung auf den Einzelstrang grĂ¶ĂŸer als die insgesamt von der Last ausgehende Kraft. Durch die Verwendung von Traversen kann mit kleiner Hubhöhe auch in niedrigen Hallen angeschlagen werden. Die Neigungswinkel der Anschlagmittel können dadurch bei langen Lasten verringert oder ganz aufgehoben werden.

Last unter unzulässigem Neigungswinkel
 
richtiges Anlaschen der Last mit Traverse
 
unzulässiger Neigungswinkel ß>60° richtiges Anschlagen mit Traverse


Unter Traversen muß die Last so unterfangen sein, daß sie sich nicht übermäßig durchbiegt und ein Herausschießen der Last oder von Einzelteilen verhindert wird.

Anschlagen mit umgekehrtem Neigungswinkel. Die Anschlagmittel können unter der Last herausrutschen Der Schwerpunkt der Last ist nicht mittig unter der Traverse. Die Traverse hĂ€ngt schief, die Last kann aus den Anschlagmitteln rutschen. Richtiges Anschlagen: Die StrĂ€nge hĂ€ngen senkrecht.
Lasttraverse mit falsch angeschlagener Last Lasttraverse mit falsch angeschlagener Last Lasttraverse mit falsch angeschlagener Last
Falsch angelascht Falsch angelascht Richtig angelascht


Das Eigengewicht der Traverse muß auf dem Typenschild einer Traverse angegeben sein. Entsprechend dem Eigengewicht der Traverse reduziert sich das höchstmögliche Gewicht der Last.

Vorschriften fĂŒr Traversen


Bei der Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Traversen werden folgende Vorschriften und Normen berĂŒcksichtigt: Die DIN EN 13155 „Lose Lastaufnahmemittel“ fordert Sicherheitsvorkehrungen und/oder Maßnahmen um GefĂ€hrdungen beim Einsatz von Traversen zu vermeiden und gibt PrĂŒfverfahren vor, die fĂŒr Blechklemmen, Vakuumheber, Lasthebemagnete, PrĂŒfverfahren fĂŒr Traversen, Krangabeln, Klemmen bindend sind.
Die DIN 15428 „Lastaufnahmemittel, Einrichtungen, technische Lieferbedingungen“ klĂ€rt die GrundsĂ€tze fĂŒr die PrĂŒfung und Zertifizierung von Lastaufnahmemitteln wie Traversen.
Die DIN 15018 „Krane“ regelt die GrundsĂ€tze fĂŒr die Berechnung und die bauliche Durchbildung und AusfĂŒhrung von Stahltragwerken. So muss der Hersteller fĂŒr die Produktion von geschweißten Traversen den „Großen Eignungsnachweis“ nach DIN 18 800 Teil 7, sowie die nach diesen Normen erforderlichen FachkrĂ€fte und Einrichtungen besitzen. Diese Bestimmung greift auch im Falle von Reparaturen, die nur vom Hersteller selbst oder von Firmen mit entsprechendem Nachweis durchgefĂŒhrt werden dĂŒrfen.
FĂŒr den Einsatz der Werkstoffe von Traversen findet die DIN EN 10 025 „Warmgewalzte Erzeugnissen aus unlegierten BaustĂ€hlen“ BerĂŒcksichtigung.
Nach den Bestimmungen der BGR 500 „Lastaufnahmemittel“ mĂŒssen Traversen mindestens einmal jĂ€hrlich von einem Sachkundigen geprĂŒft werden. Grundlage fĂŒr diese PrĂŒfung ist die DIN 15409 „Hebezeuge, Lastaufnahmeeinrichtungen, Überwachung im Gebrauch“.